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Essbare Wildpflanzen

Brennnessel Urtica
Inhaltsstoffe:
– Protein (ca. 40 % i.Tr.)
– Flavonoide
– Mineralstoffe und Spurenelemente; Eisen, Magnesium, Calcium, Silizium,
– Vitamine: Beta-Carotin (Pro-Vitamin A), Vitamin C
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Samen, Wurzel
Wirkung:
Die Brennnessel ist außerordentlich reich an Eiweiß (Protein) und eignet sich daher auch für Sportler zum Muskelaufbau. Der hohe Eisenghalt sorgt für zusätzliche Energie, da der Sauerstofftransport über die roten Blutkörperchen optimiert wird. Beta-Carotin und Vitamin C stärken die Abwehrkräfte. Brennnesseltee hat außerdem entwässernde Eigenschaften und unterstützt die Blase und die Nieren. Dadurch wird auch entzündlichen Krankheiten wie Rheuma oder Gicht entgegengewirkt.
Verwendungsmöglichkeiten:
Als Frische oder getrocknete Blätter als Tee aufgießen.
Frische Blätter eignen sich auch im grünen Smoothie, oder in der Suppe. Brennnesselblätter können ähnlich wie Spinat eingesetzt in der Küche verwendet werden. Im Gegensatz zu Spinat, enthält die Brennnessel keine Oxalsäure und kann daher bedenkenlos in großen Mengen verzehrt werden.
Frische Brennnesseln, werden auch äußerlich angewendet („Brennnesselstiche“) und sollen so ebenso rheumatische Beschwerden lindern.
Die reinigende Wirkung der Brennnessel, kann als Teeaufguss mit etwas Apfelessig, als Haartonikum verwendet werden. Dies fördert ein gesundes Haarwachstum.
Tipp: Im Herbst kannst du die Samen der Brennnessel Sammeln. Sie sind lange haltbar und bieten so einen hervorragenden, energitisierenden Snack auch im Winter. Besonders schmackhaft sind sie, geröstet und mit etwas Salz verfeinert.

Gänseblümchen /Bellis perennis
Familie: Korbblütler (Asteraceae) sie zählt zu den bekanntesten Pflanzenarten Mitteleuropas
Inhaltsstoffe:
Sekundäre Pflanzenstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, Schleime, Saponine (z.B. Bayogenin), ätherische Öle, Flavonoide. Außerdem wurde in den Blüten, wie bei vielen Asteraceae, das Apigenin-7 Glucosid Cosmosiin nachgewiesen.
Verwendung in der Küche:
Die Blüten verschönern jeden Frühlingssalat, sie schmecken etwas herb. Die Knospen schmecken leicht nussig. Die jungen, inneren Blätter der Bratrosette sind zart und nicht so bitter. Die Knospen, in Essig eingelegt, dienen als Kapernersatz.
Verwendung als Heilpflanze
Gänseblümchenblüten werden in der Volksheilkunde als Heilmittel bei Hauterkrankungen, bei schmerzhafter oder ausbleibender Regelblutung, Kopfschmerzen, Schwindelanfällen und Schlaflosigkeit verwendet. Auch zur Hustenlösung wird das Gänseblümchen angewendet. Die Wirksamkeit ist jedoch nicht belegt und wird von der Schulmedizin nicht gestützt.
In der Bachblütentherapie wird das Gänseblümchen als Helfer zur Bildung klarer Gedanken, Durchhaltevermögen und Festigung des eigenen Willens empfohlen.

Gundermann Glechoma hederacea, oder Echt-Gundelrebe genannt, Familie der Lippenblütler Lamiaceae
Inhaltsstoffe
– Flavonoide: Cymarosid, Cosmosyn, Hyperosid, Isoquercetin und Lutelin-7-Diglucosid
– nicht-heterosidische Triterpenoide:Urolsäure, n-Nonacosan, Beta-Sitostero
– 0,03 bis 0,06 % ätherische Öle: aus (−)-Pinocamphon, (−)-Menthon, (−)-Pulegon, α-Pinen, β-Pinen, Limonen, p-Cymen, Isomenthon, Isopinocamphon, Linalool, Menthol und α-Terpineol bestehen
– 3- 7 % Gerbstoffe
– Bitterstoffe: Glechomin sowie Marrubiin
– Saponine
– Antinutritiva: Lektine, die spezifisch N-Acetylgalactosamin binden und den Lectinenen der Hülsenfrüchte ähneln.
Wirkung:
Die Bitterstoffe fördern den Appetit unterstützen die Verdauung und helfen bei Magen-Darmbeschwerden.
Als Tee ist es Schleimlösend und hilft beim Abhusten und bei asthmatischen Beschwerden.
Früher wurde Gundermann als Bierwürze verwendet. Erst im 17. Jh. Wurde der Hopfen eingeführt, da dieser eine dämpfende Wirkung auf die Libido hat. Das wurde vom Kloster bevorzugt. Dem Gundermann hat man hingegen hellsichtige Eigenschaften zugesprochen.

Löwenzahn Taraxum officinale
Inhaltsstoffe (vor allem in der Wurzel):
– Glycoside
– Bitterstoffe: Förderung der Sekretion von Verdauungssäften
Davon: Sisquiterpenlactone > Entzündungshemmer
– Sterole: Taraxsterol hat Leberschützende Eigenschaften
– Gerbstoffe
– Inulin (20 bis 40 % im Herbst ansteigend)
– Kautschuk (wird aus dem Milchsaft hergestellt)
– Viel Kalium (bis zu 4,5 %) möglicher Grund der harntreibenden Effekte
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten, Wurzel
Wirkung:
Löwenzahn wirkt Appetitanregend und unterstützt die Verdauung von Fettigen Speisen. Er unterstützt und schützt die Leber, wirkt harntreibend und Entzündungshemmend.
Löwenzahnextrakt wirkt Leistungssteigernd. Die Blutglukoseswerte sinken langsamer ab und die Triglyzeridwerte und Laktatwerte steigen langsamer an, bei sportlicher Betätigung. Dies könnte ein Grund für die bessere Ausdauerleistung sein (im Tierversuch).
Löwenzahextrakt wirkt hemmend auf das Wachstum von Krebszellen (Brust und Prostata) und unterstützt den Zelltod von Leberkrebszellen, Leukämiezellen und Bauchspeicheldrüsenzellen.
Verwendungsmöglichkeiten:
Die frischen jungen Blätter eignen sich als Salatbeigabe, in Smoothies oder gepressten Säften. Die Wurzel kann getrocknet und geröstet als koffeinfreier Kaffeersatz verwendet werden. Aus den Blüten lässt sich mit Zucker und etwas Wasser, ein Sirup herstellen. Aus dem Saft kann Kautschuk hergestellt werden.

 Mariendistel Silybum marianum
Inhaltsstoffe:
– Silibinin oder Silybin
– Bitterstofe
– Biogene Amine
– Gerbstoffe
– Farbstoffe
– Ätherische Öle
– Unbekannte schrafe Substanzen
– Harze
Wirkung:
Der Wirkstoff Silibinin wird als leberschützendes und leberstärkendes Mittel eingesetzt. Es unterstützt die Leber bei seiner entgiftenden Tätigkeit, regt den Gallenfluss an und fördert die Zirkulation des Gallenflusses.
Lebervergiftungen und Hirnödeme werden mit Silibinin behandelt. Der Wirkmechanismus besteht darin, dass die Zellmembranen in der Leber vor eindringenden Giften geschützt werden. Zusätzlich wirkt es als Radikalfänger und schützt so die Zelle vor oxidativen Stress (Lipedperoxidation). Zusätzlich wirkt es Zellregenerierend, durch die Stimulation der Polymerase im Zellkern.
Weitere Anwendungen: Gallenbeschwerden, Verdauungsbeschwerden (dyspeptische Beschwerden), Migräne, Reisekrankheit, evtl. Trigeminusneuralgie, Krampfadern, Pfortaderstauung.
Nach einer Studie von 2011 an Mäusen, soll Mariendistel auch vor Lungenkrebs schützen. Silibinin ist wohlmöglich wirksamer als die bisher bekannten Medikamente.